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Armut wirkt sich auf Körpergröße aus

Forscher der Universität Tübingen haben gemeinsam mit dem Landesgesundheitsamt Brandenburg in einem Forschungsprojekt gezeigt, dass sich Armut auf die Gesundheit von Kindern auswirkt. Körpergröße ist schon immer ein Indikator für die Qualität der Ernährung und der medizinischen Versorgung. Gerade in Zeiten von Hungersnöten und Nahrungsmittelengpässen hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass die Menschen dieser Zeit deutlich kleiner waren als Menschen wo Normalzustände herrschten.

Foto: Dieter Pietsch / pixelio.de

In Entwicklungsländern sind die Unterschiede bei der Körpergröße sehr gravierend, doch das dies auch in einer wohlhabenden Gesellschaft der Fall ist, war bisher neu. Menschen müssen nicht erst einen Krieg erleben um unterversorgt zu sein und damit auch nicht so stark wachsen. Sind allerdings nur einzelne Menschen kleiner sagt dies nichts aus, denn es muss eine breite genetische Streuung geben.

Für dieses Forschungsprojekt hat man Kinder in Brandenburg untersucht. Es wurde für den Zeitraum von 1994 bis 2006 ermittelt, wie sich Arbeitslosigkeit auf das Wachstum von Kindern auswirkt. Dabei hat man über 25.000 Kinder untersucht, mit Alter, Geschlecht und Wachstum. Zudem hat man den Status der Eltern, deren Bildung und die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen untersucht. Arbeitslosigkeit hat demnach eine negative Auswirkung auf die Körpergröße.

Dabei spielt nicht die Arbeitslosigkeit als solches die Hauptrolle, sondern die Frustration der Eltern über diese Situation. So entsteht eine Vernachlässigung der Kinder. Zudem spielt auch die Abwanderungsrate aus dem Bundesland in negativem Zusammenhang mit der Körpergröße.

Es erfolgt eine Abwanderung der gebildeteren Bildungsschicht, wodurch nur noch die wenig gebildeten zurückbleiben. Familien mit Eltern die gebildeter sind, ernähren ihre Kinder in der Regel besser, was sich positiv auf die Körpergröße dieser auswirkt.
Besonders das Ausbildungsniveau der Mutter spielt hier eine große Rolle. Kinder von Alleinerziehenden müssen bei diesem Projekt nicht unbedingt schlechter gestellt sein. Es wirkt sich allerdings positiv aus, wenn Großeltern in der Nähe wohnen, die eine Mitversorgung übernehmen können.

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